Blutdruckprobleme durch Eisenmangel? - Warum zu wenig Eisen im Blut den Blutdruck beeinflussen kann

Eisen gehört zu den wichtigsten Spurenelementen. Der Körper benötigt Eisen zum Aufbau des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin. Das Hämoglobin, das dem Blut die rote Farbe verleiht, ist am Sauerstofftransport im Organismus beteiligt. Bei Eisenmangel kann es zu Störungen zahlreicher Körperprozessen und zu Symptomen wie niedrigem Blutdruck, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Haarausfall und Blässe kommen.

Illustration von roten Blutkörperchen mit Eisenmangel

Warum sinkt der Blutdruck bei Eisenmangel?

Eisenmangel entsteht hauptsächlich dadurch, dass zu wenig Eisen über die Nahrung zugeführt wird oder wenn der Darm das Eisen in Lebensmitteln nicht richtig aufnimmt. Obwohl sich das Spurenelement Eisen in beinahe jeder Körperzelle findet, ist der Körper auf eine täglich Zufuhr von Eisen durch die Ernährung angewiesen.

Das Spurenelement Eisen ist an den meisten Körperfunktionen maßgeblich beteiligt und spielt im Energiehaushalt eine große Rolle. Ein Eisenmangel kann deshalb gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Oft wird ein Mangel an diesem lebenswichtigen Spurenelement erst erkannt, wenn bereits ein starker Eisenmangel besteht. Da Eisenmangel-Symptome sehr vielfältig sind, werden die ersten Anzeichen oft mit Beschwerden anderer Krankheiten verwechselt.

Zu den typischen Symptomen, an denen du einen Eisenmangel erkennen kannst, gehören unter anderem niedriger Blutdruck, Kurzatmigkeit, Leistungseinbußen, brüchige Nägel, eingerissene Mundwinkel sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit.

Auch psychische Befindlichkeitsstörungen wie depressive Verstimmungen und Ängstlichkeit treten häufig in Verbindung mit Eisenmangel auf. Wenn du aufgrund deiner Symptome die Vermutung hast, dass du möglicherweise an Eisenmangel leidest, solltest du nicht zögern, sondern zum Arzt gehen. Da sich Eisenmangel nicht nur auf den Blutdruck, sondern auch auf andere Vorgänge im Körper auswirkt, ist es sinnvoll, möglichst rasch geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Verursacht Eisenmangel auch Bluthochdruck?

Bei Eisenmangel beginnen die Symptome meist schleichend und werden deshalb erst spät erkannt. Beschwerden wie niedriger Blutdruck, Schwäche und Schwindelgefühle können grundsätzlich auch in Verbindung mit anderen Krankheiten auftreten. Ein Eisenmangel wird deshalb oft erst dann in Betracht gezogen, wenn die Symptome extrem ausgeprägt sind.

Die Folgen eines Eisenmangels sind nicht zu unterschätzen, denn das Spurenelement ist für zahlreiche Funktionen zuständig. Eisen wird im Organismus zur Bildung roter Blutkörperchen, zum Sauerstofftransport und zur Immunfunktion gebraucht. Außerdem leistet Eisen einen wichtigen Beitrag zum energieliefernden Stoffwechsel, wird für geistige Funktionen und zur Zellteilung benötigt.

Die optimale Funktion von Herz, Leber und Muskeln hängt auch davon ab, ob genügend Eisen vorhanden ist. Da bei einem Eisenmangel die Eisenvorräte aufgebraucht sind, muss dem Körper Eisen zugeführt werden. Häufig leiden nicht nur Menschen mit niedrigem Blutdruck, sondern auch Patienten mit einem erhöhten Blutdruck unter Eisenmangel. Medizinisch wird Eisenmangel meist mit Eisentabletten behandelt. Allerdings reicht die Einnahme von Eisenpräparaten bei einem akuten Eisenmangel meist nicht aus, um die Eisenspeicher wieder aufzufüllen.

Welche Ursachen kommen für Eisenmangel und dadurch bedingte Blutdruckprobleme infrage?

Der tägliche Eisenbedarf beträgt bei Männern circa 10 Gramm, während bei Frauen circa 15 Gramm Eisen pro Tag empfohlen werden. Aufgrund des monatlichen Blutverlusts während der Periode haben Frauen einen höheren Eisenbedarf. Einen größeren Bedarf an Eisen haben auch bestimmte Personengruppen wie Vegetarier, Veganer, schwangere Frauen und stillende Mütter.

Grundsätzlich ist eine ausreichende Eisenversorgung für alle Menschen wichtig, um zu vermeiden, dass es zu Eisenmangel kommt. Häufige Ursachen, die zu Eisenmangel führen können, sind chronische Magenerkrankungen, ständiger Durchfall, schweres Rheuma sowie chronische Infekte. Die Eisenaufnahme im Körper kann durch Antibiotika, entzündungshemmende Medikamente sowie durch Antirheumatika beeinträchtigt werden. Wenn du eines dieser Arzneimittel einnehmen musst, solltest du besonders auf deine Eisenversorgung achten. Angeborene Eisenverwertungsstörungen führen ebenfalls zu Eisenmangel, allerdings sind diese Störungen äußerst selten.

Wesentlich häufiger ist der Eisenmangel ernährungsbedingt. Bei einer Ernährung mit Fast-Food, häufigem Verzehr von Süßwaren und regelmäßigem Genuss alkoholischer Getränke muss mit Eisenmangel gerechnet werden. Es lohnt sich deshalb, ungesunde Ernährungsgewohnheiten aufzugeben und eine vitamin- und nährstoffreiche Ernährungsweise zu bevorzugen. In vielen industriell hergestellten Nahrungsmittelprodukten sind Zusatzstoffe, die die Eisenaufnahme blockieren können, enthalten.

Wie wird Eisenmangel behandelt?

gesunde-ernaehrung-und-ausgewogene-ernaehrung-zutaten-sauber-essen-eisenhaltige-lebensmittelZu den Lebensmitteln mit einem hohen Eisenanteil gehören unter anderem Leber, Haferflocken, Kürbiskerne, Weizenkleie und Hülsenfrüchte. Gute Eisenquellen sind außerdem Pistazien, Leinsamen und Quinoa. Da der Körper Eisen aus tierischen Quellen besser verwerten kann als Eisenquellen pflanzlichen Ursprungs, sollte dein Speiseplan regelmäßig Fleischsorten wie Rindfleisch, Kalbs-, Schweins- und Rindsleber oder Blutwurst enthalten.

Gute pflanzliche Eisenlieferanten sind beispielsweise Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Nüsse und Pilze. Bei den Obstsorten sind vor allem Heidelbeeren sowie Aprikosen (getrocknet) als gute Eisenquellen zu erwähnen. Auch bei gesunder Ernährung wird es nur selten gelingen, entleerte Eisenspeicher allein durch den Verzehr von Lebensmitteln mit hohem Eisengehalt aufzufüllen.

Häufig ist die Einnahme von Eisenpräparaten zumindest als Unterstützung sinnvoll. Bevor du mit der Verwendung eines Medikamentes zur Eisenversorgung beginnst, solltest du deinen Arzt konsultieren. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Präparaten, die bei Eisenmangel helfen, die Eisenreserven zu ergänzen. Eisenmedikamente findest du in Form von Tabletten, Saft oder als magensaftresistenten Kapseln.

Ohne ärztlichen Rat sollte bei Eisenmangel keine Medikamenteneinnahme erfolgen. Im ungünstigen Fall kannst du deiner Gesundheit damit schweren Schaden zufügen. Da auch Eisenpräparate Nebenwirkungen haben, musst du unter Umständen mit Magenproblemen, Verstopfung oder Durchfall rechnen. Es kommt deshalb darauf an, ein Medikament zu finden, das für eine Langzeiteinnahme geeignet ist.

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