Harmlos oder gefährlich? - Wodurch entstehen Kreislaufsymptome wie Herzrasen?

Herzrasen ist ein Symptom, das meist harmlose Ursachen hat. Gefühle wie Aufregung, Vorfreude oder Angst können zu Kreislaufproblemen wie Herzrasen führen. Der medizinisch als Tachykardie bezeichnete schnelle Herzschlag geht meist mit starkem Herzklopfen, das bis in den Hals spürbar ist, einher.

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Welche Ursachen stecken hinter dem Herzrasen?

Mit Herzrasen reagiert der Körper auf ungewöhnliche Belastungen seelischer oder körperlicher Art. Manchmal ist ein zu schneller Herzschlag auch ein Warnzeichen für eine Herzkrankheit. Normalerweise schlägt das Herz etwa 50 bis 100 Mal pro Minute. Auf Ausnahmesituationen, die emotional oder körperlich sehr belastend sind, kann der Körper auch mit Herzrasen reagieren. Wenn das Herz allerdings über einen längeren Zeitraum mehr als 100 Mal in der Minute schlägt, besteht ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme oder Herzinfarkt.

Bei häufigem Herzrasen solltest du einen Termin bei deinem Hausarzt oder einem Internisten vereinbaren. Die Tachykardie ist eine Störung, die durch Faktoren wie Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche, Überfunktion der Schilddrüse, Entzündung des Herzmuskels oder Blutarmut ausgelöst werden kann. Meist sind die Symptome harmlos, bei plötzlichem Auftreten kann Herzrasen jedoch sehr beängstigend sein.

Im Zusammenhang mit Kreislaufproblemen wie Herzrasen treten oft weitere Symptome auf: 

  • hoher Puls
  • Schwindel
  • Zittern
  • Übelkeit

Ebenso so häufig werden bei Herzrasen zusätzliche Beschwerden beobachtet:

  • Atemnot
  • Schwitzen
  • feuchte Hände
  • innere Unruhe
  • ein pochendes Gefühl in der Brust

Was tun wenn Kreislaufprobleme und Herzrasen Ängste und Panik auslösen?

Da übermäßiger Nikotin- und Alkoholkonsum zu Kreislaufproblemen und Herzrasen führen kann, solltest du den Konsum dieser Genussmittel auf ein Minimum beschränken. Hektik und Stress haben negative Auswirkungen auf den Kreislauf.

"Eine zu hohe Stressbelastung kann dazu führen, dass das Herz schneller schlägt, sodass es zu Herzrasen kommt. Besonders belastend ist nachts auftretendes Herzrasen, das oft Ängste und Panikgefühle auslöst."

Oft sind Frauen in den Wechseljahren von nächtlichem Herzrasen betroffen. Dieses Phänomen beruht meist nicht auf einer Herzkrankheit, sondern auf den hormonellen Veränderungen im Körper während der Wechseljahre. Zu den typischen Wechseljahressymptomen gehören Hitzewallungen, die sich über den gesamten Körper ausbreiten können. Während sich das Gesicht rötet und der Schweiß ausbricht, ist gleichzeitig vermehrtes Herzklopfen oder Herzrasen spürbar. In der Regel dauert wechseljahrsbedingtes Herzrasen nur einige Minuten an und ist unbedenklich.

Wenn Kreislaufprobleme und Herzrasen in den Wechseljahren jedoch häufiger vorkommen, solltest du zum Frauenarzt gehen. Möglicherweise sind hormonelle Umstellungen für das Herzrasen verantwortlich. Meist schlägt das Herz schneller, wenn du psychischem oder körperlichem Stress ausgesetzt bist. Bei hoher Belastung benötigt der Körper zusätzlich mehr Energie und Sauerstoff. Indem das Herz schneller schlägt, können alle Körperregionen besser durchblutet werden. Der schnellere Herzschlag fühlt sich dann wie Herzrasen an.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Herzrasen?

Herzrasen und andere Kreislaufprobleme können viele Ursachen haben. Für Herzrasen kommen Stress, Ängste, niedriger Blutdruck, Flüssigkeitsmangel, körperliche Belastungen durch Sport, Schwangerschaft und Wechseljahre sowie eine Schilddrüsenüberfunktion als Auslöser infrage. Falls harmlose Gründe hinter dem Herzrasen stecken, ist meist keine Therapie notwendig.

Wenn Kreislaufprobleme und Herzrasen allerdings häufiger auftreten, müssen die Ursachen gefunden werden. Bei einer ärztlichen Untersuchung kann geklärt werden, ob das Herzrasen unbedenklich ist oder auf eine ernstzunehmende Herzkrankheit hindeutet. Im Anamnese-Gespräch wird dir der Arzt deshalb einige Fragen stellen, die du möglichst genau und ausführlich beantworten solltest.

Damit die richtige Behandlung eingeleitet werden kann, ist es wichtig, zu wissen, wann das Herzrasen erstmals aufgetreten ist und ob ein bestimmtes Ereignis das Herzklopfen ausgelöst hat. Wenn beruflicher Stress oder familiäre Belastungen zu Herzrasen führen, solltest du dies beim Arzt erwähnen, denn nur wenn die Ursachen für deine Herzstörungen bekannt sind, können die Symptome richtig behandelt werden.

Diese Maßnahmen können bei Herzrasen helfen

frau-die-auf-einem-stuhl-von-hinten-ansicht-entspanntBei psychisch bedingtem Herzrasen können Entspannungsverfahren wie Yoga, autogenes Training oder die Muskelentspannung nach Jacobson dabei helfen, Herzklopfen und Kreislaufprobleme zu reduzieren. Mit Maßnahmen zum Stressabbau kannst du selbst für Entspannung sorgen und das Herzrasen in den Griff bekommen. Auf Beruhigungsmittel solltest du bei psychisch bedingten Kreislaufproblemen und Herzrasen möglichst verzichten oder solche Arzneimittel nur einnehmen, wenn diese vom Arzt verordnet werden.

Herzrasen ohne körperliche Grunderkrankung lässt sich meist mit einfachen Veränderungen der Lebensweise behandeln. Da Koffein im Kaffee und in Colagetränken den Herzschlag beschleunigt, kannst du versuchen, den Konsum dieser Getränke etwas einzuschränken, damit es nicht mehr so oft zu Herzrasen kommt. Bei Herzrasen, das durch Panikattacken oder Angststörungen bedingt ist, kann eine Psychotherapie helfen, psychische Probleme zu lösen. Gutartiges Herzrasen kannst du auch mit der richtigen Atemtechnik eindämmen. Regelmäßiges tiefes Ein- und Ausatmen senkt die Herzfrequenz und kann dadurch das Herzrasen verlangsamen.

Bei plötzlich auftretendem Herzrasen hilft oft das Massieren des Halses. Durch leichtes Massieren einer Stelle am Hals stimulierst du den Karotissinusnerv, der den Blutdruck regelt und den Druck in den Halsschlagadern misst. Die leichte Massage wirkt beruhigend und trägt dazu bei, den Herzschlag wieder zu normalisieren. Eine bewährte Maßnahme, die bei Herzrasen helfen soll, ist etwas Eis aus dem Gefrierschrank, das auf die Brust oder die Stirn gelegt wird. Alternativ kannst du bei Kreislaufbeschwerden und Herzrasen das Gesicht und die Hände mit eiskaltem Wasser betupfen oder einen Eiswürfel lutschen.

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