Puls und Blutdruck - wodurch unterscheiden sich die beiden Messgrößen?

Puls und Blutdruck gehören zu den wichtigen Messgrößen, die in der Medizin verwendet werden, um die Blutversorgung im Körper zu beschreiben. Während der Blutdruck den Druck, mit dem das Blut durch den Körper befördert wird beschreibt, gibt der Puls die Häufigkeit des Herzschlags pro Minute an. Puls und Blutdruckmessungen werden meist zur Diagnose von Herz-Kreislauf-Krankheiten, zur Kontrolle bei erhöhten Puls- und Blutdruckwerten sowie im Leistungsport vor und nach dem Training durchgeführt.

Ärztin untersucht den Blutdruck des Patienten durch Puls messen

Welchen Unterschied gibt es zwischen Puls und Blutdruck?

Bei Puls und Blutdruck handelt es sich um Regelgrößen, die in Verbindung mit der Blutversorgung im gesamten Körper stehen. Der Blutdruck hat eine wichtige Funktion inne, die darin besteht, sicherzustellen, dass die Blutzirkulation im gesamten Körper funktioniert, sodass jede Körperregion ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird.

"Beim Blutdruckmessen wird zwischen dem systolischen und dem diastolischen Blutdruck unterschieden."

Der systolische Blutdruck bezieht sich auf den Druck beim Herzschlag, wenn beim Zusammenziehen des Herzmuskels sauerstoffreiches Blut in die Gefäße gepumpt wird. Beim diastolischen Blutdruck handelt es sich um einen Messwert, der den Druck auf die Gefäße beim Erschlaffen des Herzmuskels misst. Der diastolische Druck ist immer niedriger als der systolische Wert. Normalerweise wird ein spezielles Messgerät, das am Handgelenk oder am Oberarm befestigt wird, zum Blutdruck messen verwendet. Bei Bluthochdruck oder niedrigem Blutdruck wird das Blutdruckmessen zu Kontrollzwecken durchgeführt.

Um Herz- und Kreislaufkrankheiten vorzubeugen und um Bluthochdruck und Blutdruckschwankungen möglichst frühzeitig zu erkennen, wird empfohlen, regelmäßig den Blutdruck zu messen. Zum Blutdruckmessen musst du nicht unbedingt in eine Arztpraxis oder Apotheke gehen. Mit einem Blutdruckmessgerät kannst du bequem zu Hause deine Blutdruckwerte messen. Normalerweise wird der Blutdruck morgens beim Aufstehen sowie abends vor dem Schlafengehen gemessen. Falls du Medikamente einnimmst, ist es sinnvoll, die Blutdruckwerte vor der Medikamenteneinnahme zu messen, da manche Arzneimittel den Blutdruck senken oder in die Höhe treiben können.

Puls und Blutdruck - worauf musst du beim Messen achten?

Damit du beim Blutdruckmessen möglichst genaue Werte bekommst, solltest du 30 Minuten vor der Blutdruckmessung keinen Kaffee oder alkoholische Getränke trinken und auf das Rauchen verzichten. Bei der ersten Blutdruckmessung wird der Blutdruck hintereinander an beiden Armen geprüft, um festzustellen, ob sich die Werte an beiden Armen unterscheiden. Falls unterschiedliche Werte gemessen werden, sind die Blutdruckwerte am Arm mit dem höheren Blutdruck ausschlaggebend. Bei großen Differenzen zwischen beiden Messwerten solltest du einen Arzt kontaktieren, damit die Blutdruckwerte nochmal überprüft werden.

Wie hoch der optimale Blutdruck sein sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Auch wenn deine Blutdruckwerte nicht der durchschnittlichen Norm entsprechen, ist dies noch kein Grund zur Sorge. Bei der Beurteilung des Blutdrucks gelten bestimmte Richtlinien, die dein Hausarzt dir gern erklären wird. Falls beim Blutdruckmessen ein zu niedriger Blutdruck oder Bluthochdruck festgestellt wird, kann umgehend mit der Behandlung begonnen werden. Der behandelnde Arzt wird dir die richtige Vorgehensweise empfehlen. Niedriger Blutdruck erfordert meist keine medikamentöse Behandlung.

Oft genügen bei niedrigem Blutdruck einfache Maßnahmen wie Sport und Bewegung, eine gesunde Ernährung sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um den Blutdruck zu normalisieren. Bei Bluthochdruck ist eine Therapie notwendig, um den Folgen eines zu hohen Blutdrucks wie Herzinfarkt oder Schlaganfall vorzubeugen.

Manuell oder mit Gerät - wie werden Puls und Blutdruck gemessen?

Um den Puls zu messen ist kein Gerät notwendig, da der Ruhepuls problemlos manuell bestimmt werden kann. Der Puls wird an der Innenseite des Handgelenks gemessen. Zur Bestimmung der Pulswerte mit Zeige- und Mittelfinger werden diese unterhalb der Handgelenksfurche angelegt. Dann zählst du einfach 60 Sekunden lang die Pulsschläge. In der Medizin wird das Pulsmessen standardmäßig bei den meisten Untersuchungen durchgeführt. Mit dieser Methode können wichtige Rückschlüsse auf die Kreislauftätigkeit sowie auf Qualität und Frequenz des Herzschlags gezogen werden.

Im Notfall kann der Puls auch an anderen Körperstellen wie auf dem Fußrücken, in der Kniekehle oder der Leiste ertastet werden. Die Pulsmessung dient zur Unterstützung bei der Diagnostik von Krankheiten wie Herzrhythmusstörungen. Dabei können die Pulswerte wichtige Hinweise auf Verstopfungen oder Verkalkungen in den Arterien geben. Bei Stress und anderen psychischen Belastungen ist der Puls häufig erhöht.

Puls und Blutdruckmessungen im Sport

weiblicher-laeufer-schaut-auf-ihre-sportuhr-messung-der-herzfrequenz-weibliche-athleten-messen-puls-auf-cardio-training-outdoorIm Sport- und Fitnessbereich wird die Pulsmessung durchgeführt, um die Pulswerte bei körperlicher Belastung zu messen und den Trainingszustand festzustellen. Außerdem wird die Pulsmessung im Sport dazu genutzt, um die Trainingsbelastung zu steuern. Allerdings ist die Pulswelle am Handgelenk nur schwer zu ertasten, da sich die Arterien bei den im sportlichen Training üblichen hohen Belastungen zusammenziehen.

Sportlern wird deshalb empfohlen, den Puls an der Halsschlagader zu messen. Die manuelle Pulsmessung kann durch sogenannte Smartwatches, spezielle Uhren, die den Blutdruck messen, ersetzt werden. Dabei funktioniert das Messen des Pulses mit einer Sportuhr ein wenig anders. Außerdem wird meist nicht der Puls, sondern die Herzfrequenz mithilfe einer EKG-ähnlichen Technik gemessen. Bei einem niedrigen Puls musst du dir keine Sorgen machen, denn niedrige Pulswerte deuten keinesfalls immer auf Krankheiten hin.

Vor allem Ausdauersportler mit einem gut trainierten Herz-Kreislauf-System weisen häufig einen niedrigen Ruhepuls auf. Oft kommt es bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme zu niedrigem Puls. Blutdrucksenkende Arzneimittel wie die Betablocker senken sowohl den Blutdruck als auch den Puls, damit das Herz weniger belastet wird.

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