Schwindel und kalter Schweiß - was steckt hinter einem Schwächeanfall?

Zu einem Schwächeanfall kommt es häufig aufgrund eines zu niedrigen Blutdrucks. Da die Sauerstoffversorgung im Gehirn vorübergehend unzureichend ist, können Schwächeanfälle auftreten. Meist sind die Ursachen für eine Kreislaufschwäche eher harmlos. Wenn die Schwächezustände jeder häufiger vorkommen oder länger anhalten, sollte geklärt werden, ob eine Krankheit als Auslöser für die Beschwerden infrage kommt.

junge Frau leidet an einem Schwächeanfall sitzt im Bett und hält sich mit der linken Hand die Stirn

Ist ein Schwächeanfall wirklich harmlos?

Die meisten Menschen haben bereits einen Schwächeanfall erlebt. Im Grunde sind Schwächezustände, die durch Stress, Hitze, niedrigen Blutdruck oder längeres Stehen ausgelöst werden, nicht gefährlich. Da Flüssigkeitsmangel zu Schwächeanfällen führen kann, solltest du auf eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr achten. Vor allem bei hohen Temperaturen im Sommer und beim Sport steigt der Flüssigkeitsbedarf. Oft genügt es, ein Glas Wasser zu trinken, um einem Schwächeanfall vorzubeugen.

Am Arbeitsplatz und auf Reisen sollte deshalb eine gefüllte Wasserflasche immer in Reichweite sein. Um den Flüssigkeitsverlust beim Training wieder auszugleichen, kannst du auch Früchte- oder Kräutertee trinken. Flüssigkeitsmangel gehört zu den häufigsten Ursachen für Schwächeanfälle. Damit es nicht zu einem Schwächeanfall oder zur Dehydration kommt, ist es notwendig, den Mangel an Flüssigkeit umgehend wieder auszugleichen.

Durch starkes Schwitzen beim Training verliert der Körper viel Flüssigkeit. Die Kreislaufsymptome verschwinden rasch wieder, wenn dem Körper ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird. Damit du nach einem Schwächeanfall schnell wieder fit wirst, solltest du dich hinlegen und die Beine hochlagern. Im Liegen normalisieren sich die Blutdruckwerte wieder.

Muss ich bei einem Schwächeanfall gesundheitliche Beeinträchtigungen befürchten?

Ein Schwächeanfall ist keine Krankheit, sondern eher ein Zustand körperlicher Schwäche, der spontan auftreten kann.

Die Kreislaufschwäche macht sich durch Symptome wie Schwindel, Zittern, Herzrasen oder Übelkeit bemerkbar. Außerdem kann es bei einem Schwächeanfall auch zur Beeinträchtigung der Hörfunktion, zu Sehstörungen und beschleunigter Atmung (Hyperventilation) kommen. Bei extremer Schwäche besteht das Risiko einer Ohnmacht.

Eine Bewusstlosigkeit tritt allerdings im Zusammenhang mit einem Schwächeanfall nur selten auf. Der Schwächeanfall ist ein vorübergehendes Phänomen, welches in der Regel nicht zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt. Wenn dein Blutdruck ständig zu niedrig ist, sind häufige Schwächeanfälle nicht ausgeschlossen. Ausgeprägte Kreislaufbeschwerden sollten deshalb ärztlich behandelt werden. Dein Hausarzt wird einige Untersuchungen veranlassen, damit die Ursache für deine Kreislaufprobleme gefunden und weiteren Schwächeanfällen vorgebeugt werden kann.

Da es bei Erkrankungen wie Herz- oder Gefäßkrankheiten, Infektionen, Erkrankungen des Nervensystems oder Hormonstörungen ebenfalls zu Schwächezuständen kommt, ist es wichtig, diese Krankheiten als Ursache für die Schwächeanfälle auszuschließen.

Welche Symptome können bei einem Schwächeanfall auftreten?

Zu den typischen Symptomen eines Schwächeanfalls zählen neben Schwindelattacken auch Schweißausbrüche, Schwarzwerden vor den Augen oder eine Gangunsicherheit. Wenn du dich schwach fühlst und dir schwindlig wird, solltest du dich hinsetzen oder hinlegen, um Stürze durch Gleichgewichtsstörungen zu vermeiden. Meist stecken harmlose Gründe wie Flüssigkeitsmangel, Unterzuckerung oder Schlafmangel hinter einem Schwächeanfall. In diesen Fällen können Schwächezustände bereits durch einfache Maßnahmen wie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, regelmäßige Mahlzeiten und genügend Schlaf vermieden werden.

Stress, übermäßiger Zeitdruck sowie ständige Anspannung können Schwächeanfälle begünstigen. Bei stressbedingten Schwächeanfällen kann das Erlernen einer Entspannungsmethode helfen, Stress besser zu verarbeiten und wieder zu entspannen. Das Führen eines Terminkalenders in Verbindung mit einem effizienten Zeitmanagement kann dazu beitragen, zukünftig Zeitprobleme und stressige Situation zu vermeiden.

Die meisten Menschen, die bereits einmal von einem Schwächeanfall betroffen waren, wissen nicht, dass auch starke emotionale Belastungen wie Beziehungsprobleme oder der Verlust eines geliebten Menschen Schwächezustände begünstigen können. Es ist jedoch erwiesen, dass Schwäche oft psychisch bedingt ist.

In diesem Fall können Gespräche mit einer Person des Vertrauens oder professionelle Unterstützung helfen, belastende Situationen zu überwinden und wieder Kraft und Energie zu gewinnen. Wichtig ist, sich bei seelischen Problemen nicht zurückzuziehen, sondern aktiv zu werden und nach geeigneter Unterstützung zu suchen.

Was kann ich bei einem Schwächeanfall tun?

Apfel und Müsliriegel als gesunde Ernährung zur Behandlung von UnterzuckerungSchwächeanfälle, die in der Schwangerschaft auftreten, werden meist durch die hormonellen Veränderungen begünstigt. Wenn du schwanger bist, solltest du dir Zeit für dich nehmen und auf dein Bauchgefühl hören. Vermeide Überanstrengungen, sorge für regelmäßige Ruhepausen und lege dich hin, wenn du dich schwach oder schwindelig fühlst. Die Unterzuckerung gehört ebenfalls zu den Ursachen, die zu einem Schwächeanfall führen können. Häufig tritt eine Über- oder Unterzuckerung bei Diabetes mellitus auf, allerdings leiden auch völlig gesunde Menschen hin und wieder unter Unterzuckerung-Symptomen und dadurch bedingt auch an Schwächeanfällen.

Damit der Schwächezustand rasch vorübergeht, musst du zunächst etwas gegen das "Zuckertief" unternehmen. Wenn du bereits bei den ersten Anzeichen von Unterzuckerung und Schwäche eine Kleinigkeit isst (Traubenzuckerbonbon oder Müsliriegel), geht der Schwächeanfall schnell vorüber. Gegen Unterzucker-Symptome und dadurch bedingte Schwächezustände helfen auch Getränke wie Apfelsaft und süße Limonaden, die schnell wirkende Kohlenhydrate enthalten.

Da es bei einem dauerhaft niedrigen Blutdruck häufiger zu Schwächeanfällen kommen kann, solltest du regelmäßig körperliche Aktivitäten einplanen, die den Kreislauf in Schwung bringen. Blutdruckschwankungen kannst du verhindern, indem du Sport machst, auf eine gesunde Ernährung und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achtest. Es empfiehlt sich, bei niedrigem Blutdruck den Alkoholkonsum einzuschränken, da Alkohol die Gefäße erweitert, sodass der Blutdruck sinkt und Schwächeanfälle ausgelöst werden.

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